Machen Hormone den Unterschied?

Männer, die sich wehleidig im Bett wälzen, die Frau bittend ansehen wie früher die Mutter- wenn man solche Werbeclips mit Frauen drehen würde, wäre der Aufschrei wegen Diskriminierung groß. Aber kann auch ein Fünkchen Wahrheit dabei sein? Leiden Männer bereits bei einem an sich harmlosen Schnupfen wirklich deutlich mehr als Frauen? Die Wissenschaft hat darauf erstaunliche Antworten.
Von Dr. phil. Doris Steiner-Ehrenberger

Für ihr Buch „All About Men“ mit dem bezeichnenden Untertitel „Wie er fühlt, wie er denkt, wie er leidet und warum er nicht zum Arzt geht“ schauten die Medizinerin Prof. Marion Kiechle und die Journalistin Julie Gorkow ganz genau hin. Ist das starke Geschlecht anfälliger? Leiden Männer wirklich mehr?

VIREN SETZEN MÄNNERN STÄRKER ZU
Zeichnete sich schon vor Corona deutlich ab, dass Männer im Vergleich zu Frauen Viren nicht so gut abwehren können und Infektionen in der Regel schwerer verlaufen, war bei Corona der Geschlechterunterschied schon sehr deutlich. Obwohl sich Männer und Frauen gleichermaßen infizierten, mussten Männer 1,7-fach häufiger auf der Intensivstation behandelt werden und hatten eine 1,3-fach höhere Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu versterben. Mit Infektionen kommen Männer generell nicht so gut zurecht wie Frauen. Bei einer Hepatitis-C-Infektion mit grippeähnlichen Beschwerden, manchmal Gelbsucht und Erhöhung der Leberwerte, sind Männer statistisch gesehen ebenfalls schlechter dran. Bei bis zu 40 Prozent der Betroffenen heilt die Leberentzündung zwar spontan aus, weil das Immunsystem das Virus bezwingt, doch bei Frauen kommt das doppelt so häufig vor wie bei Männern.

BAKTERIEN SCHADEN MÄNNERN MEHR
Mit Ausnahme der bakteriellen Blasenentzündung, mit der Frauen häufiger konfrontiert sind aufgrund ihrer kürzeren Harnröhre, haben Männer mit Bakterien stärker zu kämpfen. Sie sind bis zu viermal häufiger von einer bakteriellen Tuberkulose betroffen und bei der Sepsis, einer lebensgefährlichen Blutvergiftung haben sie eine um 70 Prozent höhere Sterblichkeit.

Genetische Ursachen!
Männer treffen Infektionen oft härter als Frauen.

MACHEN HORMONE DEN UNTERSCHIED?
Woran kann das liegen? Sind Hormone schuld an der höheren Anfälligkeit der Männer? Das ist möglich. Östrogene wirken stimulierend auf die Bildung von Immunzellen. Männer haben zwar auch Östrogene, Frauen haben aber deutlich mehr. Testosteron, das bei Männern vorherrscht, bei Frauen nur in geringen Mengen vorhanden ist, hat hingegen einen hemmenden Effekt auf Immunzellen.

ES SIND DIE GENE!
In Wahrheit soll das – weibliche – X-Chromosom die ungleiche Immunsituation verursachen. Frauen besitzen zwei X-Chromosomen, die auch noch doppelt so groß sind wie Y-Chromosomen und 2000 Gene auf ihrer Oberfläche tragen. Der Mann hat nur eines und sein Y-Chromosom bietet nur Platz für 700 Gene – viel weniger Gene also, die an der Regulierung der Immunantwort beteiligt sind.

MÄNNER GEHEN SELTENER ZUM ARZT
Irgendwie ist es ja verständlich, dass Männer die Prozeduren der Vorsorgeuntersuchungen nicht gerne durchmachen wollen und viel-leicht sind sie auch nicht ängstlich genug, um die Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen. Jedoch angesichts der Tatsache, dass ein Viertel aller Männer an einer Tumorerkrankung verstirbt, wird es auch von Seiten der Medizin wichtig sein, einfachere Methoden zu entwickeln bzw. die vielen bereits vorhandenen leichter zugänglich zu machen.

GESUNDHEIT WAR IMMER FRAUENSACHE
Sich um die Gesundheit der Familie zu kümmern ist historisch gesehen immer mehr eine Frauensache gewesen. Eine Männerdomäne wurde die Medizin erst nach dem Mittelalter, wobei die Frau heute mehr denn je in medizinische Bereiche vordringt – als Ärztinnen und Therapeutinnen und das nicht nur in der Frauenheilkunde.Männer kümmern sich generell nicht so gern um ihre Gesundheit und ihr Lebensstil ist ungesünder – beispielsweise ist ihr Alkoholkonsum viermal so hoch wie der von Frauen, die allerdings Alkohol weniger gut vertragen.

FRAUEN LIEBEN GESUNDHEITSTHEMEN
Viel gewonnen hat man jedoch schon, wenn der Mann der Frau die Oberhoheit über seine Gesundheit, so er sie nicht selbst wahrnehmen will, überlässt. Frauen nervt es ja normalerweise weniger, sich mit Gesundheitsthemen zu befassen, hier und da zu schauen, was sich wodurch bessern könnte, auszuprobieren – um dann natürlich auch stolz darauf zu sein, dass man wertvollen Rat geben konnte.

BUCHTIPP

All About Men von Prof. Marion Kiechle, Leiterin der Frauenklinik des Universitätsklinikums der Technischen Universität München und der Journalistin Julie Gorkow. Verlag Gräfe & Unzer.

DIE HAUSAPOTHEKE FÜR DEN WINTER EINE AUSWAHL

Wärmt bei Kälte, erkennbar an weißem Zungenbelag. Stimuliert das Immunsystem, erhöht die Anzahl und Aktivität der Abwehrzellen. Das kann bei jedem Infekt von Bedeutung sein – vom einfachen Schnupfen bis zur schweren Grippe genauso wie bei wiederkehrenden Infekten aller Art. Bei Älteren, Geschwächten gut einsetzbar, jedoch nicht bei Fieber und Hitze.

Verhindert die Vermehrung von Viren, stärkt die Lunge und löst Schleim. Hochdosiert gleich zu Beginn der Erkältung einnehmen. Kann einen Schnupfen bei rechtzeitiger Anwendung noch abfangen.

Ein Dreamteam, gut erforscht mit bestätigter antibakterieller, antiviraler, entzündungshemmender, schleimlösender, bronchienerweiternder und schmerzlindernder Wirkung. Erreger können sich nicht auf den Schleimhäuten ausbreiten. Effektiv bei Atemwegsinfekten und Harnwegsinfekten. Der hohe Gehalt an Schwefel befreit Nasennebenhöhlen von Schleim und steigert seine Ausleitung, verbessert Sinusitis innerhalb weniger Tage um 80 Prozent.

Seine Tannine binden sich an Proteine der Schleimhäute und verhindern das An-docken von Viren wie Influenzaviren und humanen Schnupfenviren, hemmen die Ansteckungsgefahr und Ausbreitung von Viren. Cistus fungiert sogar als Zellschutz für vom Virus befallene Zellen. Infektionen der oberen Atemwege verlaufen weniger schwer und dauern kürzer. Cistus wirkt gleichzeitig antiviral und antibakteriell.

Ein Universalmittel bei Infekten. Hervorragende Wirkung gegen Viren und Bakterien, sorgt für um 60 Prozent mehr Immunpower!

Antiviral, antibakteriell und entzündungshemmend. Tulsi ist vorbeugend und begleitend hilfreich bei kleineren Infekten mit Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Erkältung, Husten und Fieber, speziell hilfreich beim Adenovirus. Lindert Sinusitis.

Für gute Vitamin D-Spiegel, wie ein schlagkräftiges Immunsystem sie braucht, sind die normalen Vitamin D-Dosen zu gering. Ideal sind 2000 oder sogar kurzzeitig 5000 IE. Vitamin D-Mangel kann eine wichtige Ursache für Infektanfälligkeit sein. Schon zur Vorbeugung in Grippezeiten empfohlen.

In Japan ist er der Erkältungspilz schlecht-hin, stärkt das Immunsystem, lindert Schnupfen und trocknet Schleim.

Stärkt neben der Niere auch sehr effektiv die Lunge, nicht nur bei Husten, auch bei und nach Bronchitis oder Lungenentzündung. Stärkt die Abwehrkräfte.

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