Erfolge mit Natursubstanzen
Jeder Dritte ist betroffen und die Folgen wiegen schwer. Rheuma wird mit Schmerzen und Leiden gleichgesetzt, die schulmedizinischen Therapien sind nebenwirkungsreich und nützen nicht immer. Umso großartiger sind die Erfolge mit einfachen Natursubstanzen. Sie sind sogar spektakulär, auch wenn wir damit erst am Anfang stehen und vorläufig nur drei Fallberichte dazu haben. Die gute Botschaft ist aber jetzt schon: Rheuma kann offenbar so gelindert werden, dass keine Schmerzmittel mehr nötig sind.
Von Dr. phil. Doris Steiner-Ehrenberger
Schmerzfrei trotz Rheuma und ohne Schmerzmittel? Es geht! Wir haben es jetzt mehrmals hintereinander erlebt. Der Begriff „Rheuma“ bedeutet wörtlich „reißender, ziehender Schmerz“. Es ist schon vor 2000 Jahren verwendet worden – als Synonym für die rheumatoide Arthritis. Heute steht er für über 100 Erkrankungen im Bewegungsapparat. Unterschieden wird zwischen Rheumaformen, die Gelenke betreffen, wie das typische Rheuma der Fingergelenke, die auch schon Kinder haben können, oder die Autoimmunerkrankungen Morbus Bechterew, Lupus erythematodes oder die Psoriasis-Arthritis in Zusammenhang mit der Schuppenflechte. Dann gibt es noch die Fibromyalgie, ein „Weichteilrheuma“, das Muskeln, Sehnen und Bindegewebe betrifft sowie die Gicht aufgrund einer Stoffwechselstörung.
ARTHRITIS ODER ARTHROSE?
Oft werden Arthritis und Arthrose „in einen Topf geworfen“. Im Gegensatz zur rheumatischen Arthritis ist die Arthrose aber nicht entzündlich. Hier sind die Gelenke abgenutzt. Bei beiden treten die Symptome in Schüben auf, aber bei der Arthrose sind oft Wetterumschwünge Auslöser. Es hilft eher Wärme, oft auch Muskeltraining, um die Gelenke zu entlasten und eine erhöhte Bildung von Gelenksschmiere durch Chondroitin.
ERHÖHTE ENTZÜNDUNGSBOTENSTOFFE
Die Arthritis dagegen ist wetterunabhängig und verlangt eher nach Kälte. Denn bei allen Formen rheumatischer Arthritis liegt eine Entzündungsreaktion vor, bei manchen auch im Rahmen einer Autoimmunreaktion, bei denen das Immunsystem körpereigene Gewebe angreift wie z.B. bei der rheumatoiden Arthritis, beim Sjörgren-Syndrom, der Psoriasis-Arthritis oder der Polymyalgia rheumatica. Es gibt auch andere Rheumaformen, bei denen das Immunsystem ohne erkennbare Ursache Entzündungen auslöst oder andere Mechanismen zugrunde liegen. Die Ursachen sind nur teilweise bekannt. Vererbung sollte etwa eine Rolle spielen, entzündungsfördernde Ernährung eine weitere. Jedenfalls werden entzündungsfördernde Botenstoffe freigesetzt, sogenannte Zytokine, die zum Beispiel an der Gelenkinnenhaut, im Knorpelgewebe oder an den Muskelzellen zu entzündlichen Um- und Abbauprozessen führen.
JUNGE MENSCHEN MIT RHEUMA
Viele Betroffene sind jung, wenn sie eine Diagnose aus dem rheumatischen Formenkreis bekommen. Bestimmte Antikörper, der Rheumafaktor, sind bei vier von fünf Betroffenen nachweisbar. Zunächst sind meist die Gelenke beziehungsweise Gelenkinnenhäute von Fingern und Zehen entzündet. Nachts schläft man schlecht aufgrund der Schmerzen und morgens sind die Gelenke oft steif, geschwollen und fühlen sich heiß an.
NEBENWIRKUNGSREICHE MEDIKAMENTE
Bei manchen werden die Symptome schon nach wenigen Wochen so stark, dass ohne Schmerzmittel nichts mehr geht. Schulmedizinisch werden nicht steroidale Antirheumatika (NSAR, u.a. ASS, Diclofenac, Paracetamol, Ibuprofen) sowie Kortison gegeben. Noch relativ neu in der Rheumabehandlung sind Basistherapeutika mit den Wirkstoffen Methotrexat, Sulfasalazin und Chloroquin. Sie sollen entzündliche Schübe verhindern und die Beschwerden vorübergehend verschwinden lassen.
DAS SEI AUSDRÜCKLICH GESAGT
Wenn Medikamente dramatische Nebenwirkungen haben wie bei der 34jährigen, die seit sechs Jahren mit starkem Rheuma kämpfte und infolge des wöchentlichen Zytostatikums arbeitsunfähig wurde, dann muss ein alternativer Weg legitim sein. Die Frau ist nach einem dreiviertel Jahr Einnahme von drei Natursubstanzen heute absolut frei von allen Symptomen, nimmt keinerlei Medikamente und dokumentiert den Erfolg mit regelmäßigen Blutuntersuchungen.
Der Begriff ist 2000 Jahre alt. Rheuma bedeutet wörtlich „reißender, ziehender Schmerz“.
Heute steht Rheumatoide Arthritis für mehr als 100 Krankheiten mit Schmerzen im Bewegungsapparat.
UND GENAU HIER SETZEN WIR AN!
Innerhalb eines Jahres haben wir im Verein spektakuläre Erfahrungen mit Natursubstanzen gemacht, die in Kombination entscheiden geholfen haben. Zwei Frauen, 34 und 62, mit sehr starkem Rheuma seit vielen Jahren und täglicher Schmerzmittel-Einnahme. Sind mit folgenden Natursubstanzen in normaler Tagesdosis anhaltend schmerzfrei geworden.
- Guggul + Pleurotus
Guggul (die indische Myrrhe) leitet blockierenden Schleim aus und hemmt Entzündung. Der Pleurotus Vitalpilz wirkt ebenfalls gegen das Bi-Syndrom und stärkt dazu noch die Milz. Guggul mit Pleurotus hilft auch extrem gut bei Arthrose, regeneriert das Gewebe, reduziert Schmerzen, Schwellungen und Gelenksteifigkeit, bremst zusätzlich den knochenabbauenden Prozess bei Rheuma. Alternativ kann man auch Guggul mit Triphala wählen. Guggul mit Pleurotus enthält noch zusätzlich erhitzenden Thymian. Er ist bei Arthrose sehr gut geeignet, aber weniger bei großer innerer Hitze (ersichtlich etwa an sehr roter Zunge). Deshalb könnte die Mischung Guggul mit Triphala bei Arthritis eventuell geeigneter sein. - Ankaflavin + Monascin+ Olivenblattextrakt
Extrem entzündungshemmend sind Ankaflavin und Monascin, zwei Metaboliten aus dem roten Reis. Sie normalisieren Entzündungssysteme bei allen chronischen Entzündungen. Olivenblatt ist reich an Polyphenolen, die ebenfalls entzündungshemmend wirken. - Triphala
Triphala hat die besondere Eigenschaft öffnend zu wirken und damit Guggul ein tiefes Eindringen ins Gewebe zu ermöglichen. Triphala ist äußerst reich an Polyphenolen, insbesondere als Extrakt, und gilt im Ayurveda als unterstützend bei Rheuma, da es entzündungshemmende und immunmodulierende Eigenschaften besitzt. Triphala trägt zur Entgiftung bei und hilft, das Gleichgewicht der Doshas (Vata-Störung bei Rheuma) zu harmonisieren. Es fördert die allgemeine Regeneration, indem es das Verdauungsfeuer und die Ausscheidung bei Verstopfung stärkt.
Die bisher besten Erfolge erbrachte die gemeinsame Anwendung von
1. Guggul + Pleurotus, 2. Ankaflavin + Monascin + Olivenblattextrakt, 3. Triphala
WEITERE NATURMITTEL BEI RHEUMA
Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, Entzündungen zu regulieren. Besonders bewährt sind folgende, die man noch mit in die Auswahl nehmen könnte.
- Baikal Helmkraut
Wird traditionell bei Rheuma eingesetzt, da es starke entzündungshemmende Eigenschaften besitzt, vor allem durch den Wirkstoff Baicalin, der Entzündungen reduziert, kühlt, die Immunreaktion moduliert und antioxidativ wirkt – all das ist wichtig bei chronischen Entzündungsprozessen. Es hilft, die Schmerzen zu lindern und die Gelenksgesundheit zu unterstützen, indem es die Durchblutung fördert und Entzündungsprozesse im Körper dämpft. Vor allem aber senkt es zuverlässig das Serum-Amyloid (SAA), das Ablagerungen (Amyloidose) verursacht (die blutverdünnende Wirkung beachten) - Brokkoliextrakt
Hemmt durch seine Sulforaphane entzündungsfördernde Botenstoffe und stärkt die körpereigenen antioxidativen Systeme. Studien deuten darauf hin, dass das Risiko für Arthritis gesenkt und Symptome wie Gelenkschmerzen und Schwellungen bei bestehender rheumatoider Arthritis gelindert werden können. Brokkoliextrakt hat Einfluss auf Gene. - Curcumin
Kann Gelenkschmerzen reduzieren und die Beweglichkeit verbessern. Die Wirkung bei der Linderung von Symptomen ist vergleichbar mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Diclofenac. Die regelmäßige Einnahme senkt Entzündungswerte im Blut, wie das C-reaktive Protein (CRP) und den Rheumafaktor (RF). Empfohlen sind 3 mg/kg Körpergewicht (die blutverdünnende Wirkung beachten). - Weihrauch
Wirkt bei Rheuma primär durch seine stark entzündungshemmenden Eigenschaften. Der entscheidende Wirkstoff sind die enthaltenen Boswelliasäuren. Sie blockieren das Enzym 5-Lipoxygenase, das für die Bildung von Leukotrienen verantwortlich ist – Botenstoffe, die Entzündungsprozesse im Körper befeuern. Weihrauch kann auch das Immunsystem ausbalancieren und so überaktive Immunreaktionen regulieren. In Studien wurde sogar eine mit Kortison vergleichbare Wirksamkeit gezeigt bei besserer Verträglichkeit. Die Schmerztoleranz wird erhöht und entzündungsbedingte Schmerzen, Gelenkschwellungen und die typische Morgensteifigkeit werden reduziert. Weihrauch ist kein Akutmittel – eine spürbare Wirkung tritt meist erst nach 2 bis 4 Wochen konsequenter Einnahme ein (die blutverdünnende Wirkung beachten). - Krillöl mit Astaxanthin
Krillöl ist reich an Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA), die die Ausschüttung von entzündungsfördernden Botenstoffen hemmen. Krillöl kann Gelenkschmerzen und Steifigkeit lindern, was zu verbesserter Beweglichkeit führt. In einigen Fällen konnte dadurch der Bedarf an Schmerzmitteln gesenkt werden, insbesondere bei hohem Astaxanthin-Gehalt des Produkts. Normalerweise sind nur höchstens 1,5 mg Astaxanthin in Krillöl, Premium Krillöl bietet aber bis zu 6 mg pro Tagesdosis. Astaxanthin gilt als vorteilhaft bei Rheuma, da es stark antioxidativ und entzündungshemmend wirkt, was Gelenkschmerzen, Schwellungen und Steifheit lindern kann. Es hilft ebenfalls Entzündungswege zu regulieren und die Beweglichkeit zu verbessern, was es zu einer wertvollen Ergänzung bei rheumatoider Arthritis macht.
RHEUMA AUS TCM-SICHT
Die TCM bezeichnet Rheuma als Bi-Syndrom (Bi bedeutet Blockade) und erklärt die Entstehung so: Äußere Faktoren wie Wind, Kälte und Nässe können in den Körper eindringen, wenn eine Qi-Schwäche vorliegt. Sie beeinträchtigen den Kreislauf von Qi und Blut in den Meridianen dauerhaft, indem in Gelenken, Bändern, Muskeln und Sehnen Blockaden aus pathogener Feuchtigkeit und „Schleim“ entstehen. Dadurch kommt es zu Schmerzen, Steifheit, Taubheit und Schweregefühl.
Beschwerden nach pathogenem Faktor
- Einflussfaktor Wind: Schmerzen wandern von Gelenk zu Gelenk.
- Einflussfaktor Kälte: Schmerzen nehmen bei Kälte zu, werden gelindert durch Wärme, z. B. bei Arthrose.
- Einflussfaktor Nässe: Es zeigen sich Schwellungen und ein Schweregefühl.
- Einflussfaktor Hitze: Es zeigen sich Rötung, starke Schwellung und intensive Schmerzen (akuter Schub), Wärme wird nicht vertragen z. B. bei Gicht, akuter Phase der Polyarthritis, Rheumatoider Arthritis. Die Entfaltung der pathogenen Wirkung setzt eingeschwächtes Qi voraus.
Qi wird geschwächt durch
- Konstitutionelle Schwäche (letztes Kind der Familie, Frühgeburt, geringer Abstand zur letzten Schwangerschaft)
- Überarbeitung (körperlich und geistig)
- Bewegungsmangel
- Falsche Ernährung (unregelmäßig, Mahlzeiten auslassen, zu viel Rohkost, Milchprodukte, Zucker)
- Langandauernde Krankheit, hoher Blutverlust (Geburt, Regelblutung, Unfall)
- Psychischen Stress, Kummer
Leber-Qi-Stagnation
Sie kann als emotionaler innerer Faktor noch hinzukommen, schwächt das System und blockiert die Meridiane zusätzlich. Denn die Leber ist in der TCM für den harmonischen Fluss von Qi (Lebensenergie) und Blut verantwortlich. Sie reagiert emp ndlich auf Stress, Wut, Frustration und unterdrückte Emotionen, die zu der Stagnation geführt haben und jetzt zu Verspannungen, Schmerzen, emotionaler Anspannung und Steifheit mit eingeschränkter Beweglichkeit geführt haben.
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