Die besten Heilpflanzen

Wir erleben es alle Jahre wieder im Frühsommer: Die Borreliose geht um! Oder besser gesagt, die Zecken tun es, die mit ihren Bissen Borrelien übertragen. Die Behandlung mit Antibiotika ist intensiv, nebenwirkungsreich und nicht immer erfolgreich. Wenn man eine Alternative oder ein Follow-Up wegen ungenügender Wirkung der Antibiotika sucht, muss das Beste aus der Naturheilkunde her: Baikal Helmkraut, Andrographis oder Artemisia annua!
Von Dr. phil. Doris Steiner-Ehrenberger

Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Borrelia-Bakterien hervorgerufen wird. Meist wird sie durch den Stich (nicht Biss!) einer infizierten Zecke übertragen und kann Haut, Nervensystem, Gelenke und Herz befallen. Das Problematische dabei: Borrelien trotzen recht häufig Antibiotikagaben. Und: Es gibt keine Impfung dagegen. Die „Zeckenimpfung“ zielt nur auf den Schutz vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ab. Vorbeugende Maßnahmen greifen auch nicht immer. Wer aber Schwarzkümmelsamen einnimmt, den lassen Zecken oft in Ruhe. Sie hassen den Geruch und suchen sich lieber einen anderen Wirt.

ERSTE ANZEICHEN NACH DEM STICH
Die Borreliose ist in Europa die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung und zeigt sich oft (aber nicht immer) 1 bis 30 Tage nach dem Stich durch eine ringförmige Hautrötung, die „Wanderröte“ genannt wird. Auch grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen sind häufig. Müdigkeit und Antriebsschwäche können ebenfalls auftreten und auch noch nach behandelter Infektion bestehen bleiben (PostLyme-Syndrom). Monate bis Jahre später können immer noch chronische Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Lyme-Arthritis auftreten.

DIAGNOSE OFT VERSPÄTET
Die Diagnose ist entscheidend, weil einer-seits die Behandlung so früh wie möglich erfolgen soll. Andererseits dauert die Antikörperbildung zwischen zwei und vier Wochen. Deshalb ist ein Selbsttest erst nach einigen Wochen aussagekräftig. Nur manche Selbsttests erkennen IgM-Antikörper bereits ab der 2. Woche nach dem Stich. Auch deshalb sind Naturmittel sofort nach dem Stich so empfehlenswert. Der Naturheilexperte Stephen Harrod Buhner empfiehlt in seinen Büchern Astragalus, um das Immunsystem sofort nach einem Zeckenbiss zu stärken, noch bevor sich eine Infektion manifestiert.

WARUM ANTIBIOTIKA NICHT IMMER WIRKEN
Borrelien breiten sich aufgrund ihrer spiralförmigen Gestalt und Fortbewegung auf eigene Art und Weise aus, bohren sich gleichsam ins Gewebe und sind dort nicht mehr erreichbar für Antibiotika, die über die Blutbahn angeliefert werden. Zusätzlich erzeugen sie einen Biofilm, den Antibiotika nicht durchdringen können und sie können jederzeit in einen Ruhemodus wechseln, was sie ebenfalls Antibiotika-Kuren mühelos überleben lässt.

FORTGESCHRITTENE STADIEN

  • Von alleine wird eine Borreliose aber nicht gestoppt. Im Gegenteil, der Erreger wandert tiefer, löst Schmerzen aus, Müdigkeit und Antriebsschwäche (auch noch nach behandelter Infektion) und befällt Muskeln oder Sehnen (Myalgie, Muskelschwäche, Muskelzuckungen), meist ohne Schwellung, aber auch mit starker Schwellung und Erguss in Gelenken
  • Gelenke (Gelenkentzündungen, LymeArthritis – oft noch Jahre nach der Infektion)
  • Nervensystem (Neuroborreliose, Lähmungen wie z. B. Gesichtslähmung)
  • Herz (Lyme-Karditis mit Herzmuskelschwäche oder -entzündung)

BESTE HILFE: ARTEMISIA ANNUA
Die perfekt positiven Erfahrungen haben wir mit der Artemisia annua gemacht, hochdosiert mit 2×4 Kapseln und Moringa 3×1 Kapsel (zur Wirkverlängerung) über sechs Wochen bis drei Monate. Das half in jedem Stadium der Erkrankung und auch dann, wenn Antibiotika versagt haben (sogar, wenn sie gar nicht angewendet wurden, aber das ist nur ein Erfahrungswert, der nicht mit Studien belegt ist). Die Artemisia annua, die wir in unserem Therapeuten-Netzwerk verwenden, kommt allerdings aus spezieller Züchtung (ist auf Anfrage erhältlich, aber nicht in Internetshops). Möglich, dass das irrelevant ist, aber wir haben keine Vergleichserfahrungen mit Artemisia aus anderem Anbau.

Die Artemsia annua ist die Königin der Heilpflanzen und stärkste Waffe gegen Borrelien.

DIE ZWEITBESTE LÖSUNG
Baikal Helmkraut mit Andrographis ist unser zweitbester Lösungsvorschlag. Auch dieses Duo ist sehr effektiv, weil beide gegen Borrelien vorgehen. Bekannt geworden ist das durch den US-Naturheilkundeexperten Stephen Harrod Buhner, der die nach ihm benannten „Buhner-Protokolle“ gegen Borreliose empfiehlt (siehe Stephen Harrod Buhner: „Lyme-Borreliose natürlich heilen“, „Natürliche Antibiotika“, Herba Press 2017). Buhner betont, dass seine Kräuterprotokolle in den meisten Fällen problemlos mit Antibiotika kombiniert werden können und diese in ihrer Wirkung unterstützen können, insbesondere wenn herkömmliche Medikamente aufgrund von Resistenzen oder Unverträglichkeiten versagen.

DIE VORTEILE VON BAIKAL-HELMKRAUT
Das Kraut (Scutellaria baicalensis) wird insbesondere aufgrund seiner stark entzündungshemmenden und dann erst wegen seiner antibakteriellen Eigenschaften eingesetzt. Es enthält Flavonoide und Phenole, die antioxidativ, entzündungshemmend, antibakteriell sowie nervenstärkend und -schützend wirken und bei viralen oder bakteriellen Infektionen des zentralen Nervensystems (ZNS) eingesetzt werden, was gerade in bestimmten Stadien der Borreliose relevant ist. Es lindert Gelenk- sowie Muskelschmerzen, unterbricht die Entzündungskaskaden und reduziert Gewebeschäden vor allem im Gehirn und in den Gelenken. Außerdem ist die Borreliose oft eine Mischinfektion, bei der weitere Erreger Co-Pathogene bilden gegen die das Baikal Helmkraut ebenfalls wirkt – dazu zählen Anaplasmen (Anaplasmose), Babesien (Babesiose) und das Powassan-Virus. Baikal Helmkraut wirkt antiallergen und blutverdünnend.

DIE WIRKUNGEN VON ANDROGRAPHIS
Die auch als indisches Echinacea oder Kalmegh bekannte Pflanze kommt ebenfalls im Buhner-Protokoll vor und ist zusammen mit dem Baikal Helmkraut in einer Mischung noch effektiver als jede der beiden Pflanzen für sich alleine. Andrographis besitzt antibakterielle, entzündungshemmende und immunstärkende Eigenschaften, bricht die Biofilme der Borrelien auf und greift Borrelien direkt an. Es kann allergische Reaktionen auslösen (z.B. Juckreiz), deshalb sollte die Dosierung langsam gesteigert werden. 

WIE LANGE?
Die Anwendungsdauer beträgt oft viele Monate bis hin zu Jahren, da Borrelien langsame Vermehrungszyklen haben. Insbesondere bei chronischen Verläufen oder neurologischen Beschwerden ist der langfristige Einsatz sinnvoll (bei Anwendung der Artemisia unserer Erfahrung nach aber nicht nötig). Während einer antibiotischen Behandlung kann es zur Unterstützung des Immunsystems und zur Reduktion von Entzündungen für die Dauer der Antibiotikaeinnahme und darüber hinaus angewendet werden. Manche Empfehlungen raten zu Zyklen, um die Wirkung aufrechtzuerhalten und den Körper nicht zu gewöhnen (etwa drei Monate Einnahme, gefolgt von einer Pause). 

UND ANTIBIOTIKA?
Buhner lehnte konventionelle Antibiotika nicht kategorisch ab, betrachtete sie jedoch als alleinige Therapie oft als unzureichend. Er empfahl sie primär in der Akutphase einer Borreliose, da sie dort am wirksamsten sein können.

FALLBERICHTE AUS DEM THERAPEUTEN-NETZWERK

Frau, seit 15 Jahren Borreliose, mit immer wiederkehrenden Gelenks- und Muskelschmerzen. Mit Antibiotika konnte sie sie immer wieder zurückdrängen, sie kamen jedoch wieder. Nach Einnahme von Hericium Vitalpilz und Baikal Helmkraut+Andrographis hat sie seit zwei Monaten keine Gelenks-, Muskel- und Kreuzschmerzen mehr. Sie macht aktuell viel Sport und hat nachher keine Beschwerden.

Mann 48, seit Jahren quälen ihn wandernde Schmerzen im Bewegungsapparat und man vermutet eine Neuroborreliose. Er nimmt 2×4 Kapseln Artemisia annua und je eine Kapsel Moringa dazu sowie Zunderschwamm 3×1. In den ersten drei Wochen nimmt er auch noch die (ausgetestete) Katzenkralle 3×1. Es kommt innerhalb von zwei Wochen zu einer Besserung und nach drei Monaten hat er keinerlei Beschwerden mehr.

Frau 53, hat schwere Borreliose und kann ihrer Arbeit als Köchin fast nicht mehr nachgehen. Nach nur einem Monat Einnahme der Artemisia annua (2×4) und Moringa (3×1) sind sämtliche Symptome verschwunden.

Mann 46, nach Zeckenstich zeigt sich ein roter Kreis um die Einstichstelle. Er nimmt hochdosiert Artemisia annua (3×4) und Moringa (3×1) und die Rötung klingt binnen einer Woche ab. Er nimmt die Natursubstanzen für weitere fünf Wochen ein und ist laut darauffolgendem Blutbefund genesen.

Mann, 59, schwere, schmerzhafte Neuro-Borreliose gegen die bisher nichts geholfen hat. Er nimmt für drei Monate 12 Kapseln Artemisia annua zusammen mit drei Kapseln Moringa aufgeteilt in drei Einnahmen täglich. Schon nach sechs Wochen war er völlig schmerzfrei, was er jedoch kaum glauben konnte und deshalb nahm er die Artemisia sicherheitshalber die empfohlenen drei Monate in kleinerer Dosierung.

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